privatim-Merkblatt «Cloud-spezifische Risiken und Massnahmen»

Öffentliche Organe nehmen beim Bearbeiten von Personendaten immer mehr Dienstleistungen Dritter in Anspruch. Dabei kommen auch immer mehr Cloud-Technologien zum Einsatz.

Die Behörden sind verantwortlich, nicht nur wenn sie Daten selber bearbeiten; sie bleiben es auch, auch wenn sie Daten durch Dritte bearbeiten lassen (Auftragsdatenbearbeitung). Ob eine Auftragsdatenbearbeitung zulässig ist, ist nach den entsprechenden Rechtsgrundlagen (Datenschutzgesetze und spezifische Fachgesetze) zu bestimmen, es ist eine Risikoanalyse zu erstellen und die notwendigen Schutzvorkehren sind zu treffen. Für diese Beurteilung stellen zahlreiche Datenschutzbehörden eigene Merkblätter zur Verfügung.

Ist eine Auftragsdatenbearbeitung zulässig und möglich und sollen Cloud-Technologien verwendet werden, sind zusätzlich die Cloud-spezifischen Risiken zu beurteilen und die zur Minimierung dieser Risiken notwendigen Massnahmen vorzukehren

Für diese Situation stellt privatim ein Merkblatt zur Verfügung. Der Einsatz von Cloud-Lösungen ist im konkreten Einzelfall zu beurteilen. . Es muss eine umfassende Risikoanalyse durchgeführt werden, die neben der Art der Datenbearbeitung insbesondere auch die Fragen des anwendbaren Rechts und des Gerichtsstandes, des Orts der Datenbearbeitung (Serverstandort) und des Geheimnisschutzes (Verschlüsselung, Schlüsselmanagement) in den Fokus stellt.

Das Merkblatt soll helfen zu beurteilen, wie hoch die Cloud-spezifischen Risiken sind, damit dann in einer Gesamtbeurteilung entschieden werden kann, ob die Verwendung von Cloud-Technologien bei einer bestimmten behördlichen Datenbearbeitung als vertretbar erscheint oder ob aufgrund der nicht zu beseitigenden oder nicht reduzierbaren Risiken darauf zu verzichten ist. Der Entscheid ist transparent zu dokumentieren, so dass das verantwortliche öffentliche Organ (nicht der IT-Dienstleister) die Risiken kennt und das verbleibende Restrisiko bewusst übernehmen und verantworten kann.

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