Digitale Zusammenarbeit während der Corona-Krise

Zurzeit suchen Verwaltungen und Schulen dringend nach digitalen Lösungen, mit denen die Zusammenarbeit während der ausserordentlichen Lage aufgrund der Corona-Krise gewährleistet werden kann.

Ausserordentliche Lagen verlangen auch nach ausserordentlichen Massnahmen. Aus diesem Grund kann während der Dauer der ausserordentlichen Lage der Einsatz von Diensten/Lösungen als zulässig erscheinen, deren Datenschutzkonformität zurzeit nicht vollständig gegeben ist. Für den Einsatz nach der ausserordentlichen Lage gelten wieder die ordentlichen Voraussetzungen.

Der Datenschutzbeauftragte des Kantons Zürich prüft in Zusammenarbeit mit anderen privatim-Mitgliedern laufend Dienste/Lösungen. Die Resultate werden in einer Liste zusammengestellt und aktualisiert. Aufgeführt sind einerseits Dienste/Lösungen, die als datenschutzkonform beurteilt werden und deren Einsatz empfohlen werden kann, und andererseits Dienste/Lösungen, deren Einsatz während der Dauer der ausserordentlichen Lage aufgrund der Corona-Krise möglich sein soll, bei denen aber die Voraussetzungen für einen Einsatz nach der ausserordentlichen Lage zurzeit nicht gegeben sind (z.B. Office 365 ausserhalb des Bildungsbereichs). Bei dieser zweiten Kategorie ist darauf zu achten, dass nach der ausserordentlichen Lage wieder vollständig ausgestiegen werden kann und die ordentlichen Voraussetzungen wieder eingehalten werden.

Die öffentlichen Organe bleiben unverändert verantwortlich für den Einsatz solcher Dienste/Lösungen. Insbesondere ist weiterhin auf die notwendige Informationssicherheit zu achten. Ein erfolgreicher Cyberangriff auf eine (z.B. Spital-)IT kann mehr Schaden anrichten, als wenn vorher möglicherweise nicht optimal digital zusammengearbeitet werden konnte.

Auch während der Corona-Krise beraten die jeweiligen kantonalen Datenschutzbeauftragten die öffentlichen Organe beim Einsatz solcher Dienste/Lösungen und bleiben zuständig für die Aufsicht.

Die Liste finden Sie hier: https://dsb.zh.ch/internet/datenschutzbeauftragter/de/themen/digitale-zusammenarbeit.html

 

Verwandte Artikel

Cambridge Analytica nun a... Neben britischen Ermittlungen gerät das Datenanalyse-Unternehmen nun auch ins Visier amerikanischer Behörden. Doch trotz sich erhärtender Beweise streiten die Verantwortlichen weiterhin jede Schuld ab. 16.05.18, Frankfurter Allgemeine
Oberster Datenschützer w... Der oberste Datenschützer, Adrian Lobsiger, fordert von Staat und Unternehmen, dass die Corona-Krise keine bleibenden Beeinträchtigungen der Selbstbestimmung und der Privatsphäre der Bevölkerung zur Folge haben dürfe.
Bundesgesetz über Vorlä... Vernehmlassungsantwort privatim
Anforderungen an Klinikin... Die Hilfestellung konkretisiert die wesentlichen technischen Anforderungen, die sich aus den geltenden datenschutzrechtlichen Gesetzen und Regelungen für den Einsatz von Informationssystemen in Kliniken ergeben. Sie hilft bei
Nutzung von Social Media Datenschutzkonforme Nutzung von Social Media durch öffentliche Organe Twitter und Facebook werden als Plattform für Veröffentlichungen und zum direkten Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern genutzt. Mehrere Akteure
Das BAG prüft die Nutzun... Neben asiatischen greifen auch europäische Länder auf Standortdaten von Handys zu, um die Corona-Krise in den Griff zu bekommen. Das wird nun auch in der Schweiz erwogen.  NZZ,
Vernehmlassungsantwort GU... Stellungnahme von privatim zur Vernehmlassung betreffend Totalrevision des Bundesgesetzes über genetische Untersuchungen beim Menschen (GUMG) (weiterlesen).
Google verschwieg Mikrofo... Überraschung bei den Anwendern von Alarmanlagen von Googles „Nest Secure“: In deren System ist ein Mikrofon eingebaut, von dem die Nutzer nichts wussten. Google beteuert, die Technik
Snowden’s new app t... Your digital security, any sufficiently paranoid person will remind you, is only as good as your physical security. The world’s most sensitive users of technology, like dissidents, activists, or journalists in
Videoüberwachung Videoüberwachung braucht klare Grenzen Die Ausbreitung der Videoüberwachung beeinträchtigt zunehmend die Privatheit der Bürgerinnen und Bürger. privatim, die Vereinigung der schweizerischen Datenschutzbeauftragten, verlangt, dass klare Grenzen eingehalten