Wie Online-Portale datenschutzfreundlich werden

In der digitalisierten Verwaltung sind Online-Portale die Schnittstelle zwischen der Verwaltung und den Bürgerinnen und Bürgern. Die heutigen Technologien ermöglichen es, Dienstleistungen rund um die Uhr anzubieten und zu nutzen. Wie dabei die Privatsphäre der Bürgerinnen und Bürger geschützt und die Sicherheit ihrer Daten gewährleistet werden kann, hält privatim, die Konferenz der schweizerischen Datenschutzbeauftragten, in einem neuen Merkblatt fest. Anhand von konkreten Beispielen zeigt dieses auf, welche rechtlichen und technischen Vorgaben zu befolgen sind.

Mit der Publikation des Merkblatts für Online-Portale der öffentlichen Verwaltung liefert privatim einen wichtigen Beitrag zu einer datenschutzfreundlichen Ausgestaltung von Einwohnerportalen. Noch viel zu oft kommen bei Digitalisierungsprojekten die Anliegen des Datenschutzes und der Sicherheit heute nämlich zu kurz, sei es, weil in den Projekten die notwendigen Kenntnisse fehlen oder weil die zuständigen Datenschutzbehörden gar nicht erst involviert werden.

Wer von den Chancen der Digitalisierung nachhaltig profitieren will, muss die damit einhergehenden Risiken kontinuierlich bewerten und die nötigen Sicherheitsvorkehrungen treffen. Das Merkblatt unterstützt die öffentliche Verwaltung bei der Planung und beim Betrieb von Online-Portalen und zeigt, dass es mit den entsprechenden rechtlichen und technischen Massnahmen ohne weiteres möglich ist, bürgerfreundliche digitale Lösungen datenschutzkonform umzusetzen.

Merkblatt Online-Portale

Kontakt: Bruno Baeriswyl, Datenschutzbeauftragter des Kantons Zürich, 043 259 39 99

Verwandte Artikel

digma 2015.2 Schlusstakt Ehrenwert vielleicht – aber auch korrekt? Über den grundrechtlich geschützten Anspruch jeder Person auf Zugang zu ihren eigenen Personendaten. Von Beat Rudin, Artikel als PDF
Google verschwieg Mikrofo... Überraschung bei den Anwendern von Alarmanlagen von Googles „Nest Secure“: In deren System ist ein Mikrofon eingebaut, von dem die Nutzer nichts wussten. Google beteuert, die Technik
Bundesgesetz über Vorlä... Vernehmlassungsantwort privatim
Getting your data out of ... If you’re not a journalist or a privacy advocate, convincing big tech to release your data is almost impossible. But hope is coming with the EU’s General
Nachlese: Ist das medizin...   Immer mehr Ärzte und Spitäler lagern die elektronische Verwaltung, Archivierung und Bearbeitung ihrer Patientendaten an Dritte aus.  Seit Jahren stellt sich  die Frage, ob dieses Outsourcing
Umgang mit Datenschutz in... Der ehemalige Bundespräsident Joachim Gauck warnt davor, sich von den technologischen Entwicklungen überrollen zu lassen. Der digitale Wandel müsse vom Menschen gestaltet werden. Der Tagesspiegel
Die falsche Dramaturgie Das EU-Parlament lädt Facebook-Chef Mark Zuckerberg zur Anhörung – redet dann aber lieber selbst. So vertun die Politiker eine ebenso seltene wie wertvolle Chance. Nach etwa 40 Minuten
Wer war das? Biometrische... Wenn jemand per Internet eine Überweisung tätigt, hinterlässt er einzigartige Spuren. Anhand solcher biometrischer Merkmale identifiziert eine diskrete Firma im Auftrag von Banken Millionen von Nutzern. Die
Elektronische Identifizie... Bundesgesetz über elektronische Identifizierungsdienste (Geschäft Nr. 18.049) Stellungnahme privatim vom 4. Oktober 2018 Aufgrund der weitreichenden Auswirkungen nimmt privatim zum aktuellen Entwurf des Bundesgesetzes über elektronische Identifizierungsdienste (E-ID-Gesetz) wie
Bundesbeschluss über bio... Stellungnahme zum Bundesbeschluss über biometrische Pässe und Ausweise vom 13. Juni 2008 Dem Wortlaut nach wird das Gesetz kein Verbot der Verwendung von ISA-Daten zu Fahndungszwecken enthalten.